Indonesien - Bali und Lombock 2005

 Facts:
        Jahr:           2005
        Dauer:          06.08 - 29.08
        Reiseführer:	Lonely Planet
        Budget:		Flug ca. 800 Euro, Aufenthalt ca. 300 Euro

6/7 August

Der Flug geht von Linz über Frankfurt und Singapore nach Indonesien auf die Insel Bali. Um 23:00 Uhr sind wir nach etlichen Flugstunden in unserem gebuchten Hotel Ramayana angekommen. Etwas geschafft sind wir nach dem Begrüßungsdrink und einem weiteren Bier um etwa 01:00 Uhr ins Bett. Bali hat eine zahlreiche Tierwelt - Echsen die man überall in Hotel sieht und hört sind harmlose und ungefährliche Gekkos. TIPP: Gekkos sind in ganz SO-Asien gerne gesehene Tiere - ihre Hauptnahrungsquelle sind nämlich die uns sehr lästigen und krankheitsübertragenden Moskitos - also die lieben Tiere nicht verschäuchen, sondern über deren Anwesenheit glücklich sein!

Montag, 8. August

Gleich am Morgen haben wir und durch die Dame an der Rezeption eine Unterkunft für Nusa Lembongan, einer kleinen Insel östlich von Bali, buchen lassen. Da dies unser erster Urlaub als Backpacker ist, waren wir noch zu sehr in Sorge ob und wo es weitere Unterkünfte für uns gibt. Sehr beruhigend, dass gleich das erste Zimmer auf unserer Wunschliste aus dem Reiseführer positiv betätigt wurde. Wir sind also dahingehend optimistisch für die weitere Zimmersuche! Die Erkundung startet, an dem nur 500 m entfernten Strand. Anschließend sind wir mit einem Guide, empfohlen von unserem Hotel in die Tempelanlage Ulu Wathu gefahren. Der Tempel, die Umgebung und die Aussicht von den Klippen auf das Meer waren beeindruckend. Eine Besonderheit waren für uns auch die vielen Affen, die gerne Kappen, Sonnenbrillen u.dgl. klauen. In Bali ist es nicht gestattet, Tempelanlagen mit kurzer Beinbekleidung zu besuchen, man bekommt aber überall ein Tuch, das man wie ein Badetuch um die Hüften binden kann. Für eine relativ kurze Führung durch die Anlage hat uns der Guide vor Ort relativ viel Geld abgeknüpft. Nachdem wir noch wenig Erfahrungen über die Dienstleistungspreise hatten, bezahlten wir. TIPP: Leistung und Preise immer vor Beginn der Dienstleistung vereinbaren. Gerade frisch angekommene Touristen sind ein leichtes Opfer für übertriebene Preise. ...wie sich im Laufe der weiteren Reise noch herausstellte. Unserer Fahrer (vom Hotel) war hingegen sehr anständig, nett und hat mit uns kleine extra Umwege nach Nusa Dua im SO der Insel Bali samt Telefonate von seinem Mobiltelefon aus ohne Mehrkosten um einen Betrag von 200 Rupien geleistet. Am frühen Nachmittag sind wir dann an den bereits erkundeten, nahe gelegenen Strand. Eine neue Herausforderung stellte sich: ca. alle 5-10 Minuten ist man mit einem Standverkäufer konfrontiert, der seine "tollen" Sachen zum Verkauf anbot. Echt nervig, aber man lernt sehr schnell, das Ignorieren Wunder wirkt... Doch noch etwas den JetLeg in den Knochen, war sogar ein kleines Schläfchen möglich. Am Abend haben wir den hoteleigenen Pool genossen und festgestellt, dass es hier bereits ab ca. 18:00 Uhr dunkel wird (weil sehr nahe am Äquator). Im Anschluß, nach einer kalten Dusche zur Erfrischung, ging es Richtung Stadt. Wir haben in einem Internetcafe kurz nach Hause gemailt, damit unsere Lieben daheim ein Lebenszeichen von uns haben und wissen, das wir gut angekommen sind. Danach haben wir eine Karte von Bali erworben. Dann war da noch was ... HUNGER! Wir entdeckten ein (eher exklusiveres) Restaurant im Freien, dass diverse Shows, Musikeinlagen und ein Buffet bot. Die Speisen fanden wir nicht so besonders. Wir testeten uns durch das Buffet. Vieles war kalt, einiges zu scharf, teilweise geschmacklos bzw. ungenießbar (Eis). In Summe eher eine Enttäuschung... Nichts desto trotz, freuen wir uns schon auf den nächsten Tag.

Dienstag, 9. August

Mit unserem Fahrer (vom Hotel / Ulu Wathu) geht die Fahrt nach Sanur zur Fähre nach Nusa Lembongan. Die "Fähre" war eine kleine Überraschung. Der Kutter vom dem wir dachten, dass damit maximal unser Gepäck transportiert wird, war tatsächlich unsere Fähre auf die Insel. Also Schuhe aus, die Hosen hoch gekrempelt, das Gebäck hoch (über Kopf) und ab ins Meer Richtung Boot. Das Meer bzw. die leichten Wellen konnten schon mal, je nach Körpergröße, von den Hüften bis zur Brustgegend reichen. Fast trocken erreichten wir die Insel Nusa Lembongan ca. 1 1/2 Stunden später. Das eigentlich vom Festland gebuchte Zimmer mussten wir verwerfen, da das versprochene Abhol-Personal nicht da war. Das Angebot an Zimmern war jedoch am Ankunftshafen so reichlich, das diese kein Problem darstellte. Wir wurden je auf dem Rücksitz eines Mopeds zu unserer Unterkunft am Strand gekarrt. Voller Glück durften wir feststellen, dass ein traumhaftes Zimmer mit wahnsinns Meerblick nur ein Viertel der vom Festland georderten Unterkunft kostete. Wir konnten unser Glück kaum fassen - so ein tolle Aussicht um so wenig Rupios. Nach einem kurzen Meerbad, sind wir leicht bekleidet mit Flip-Flops auf zum Dream Beach. Der Strand ist so traumhaft, wie es der Name verspricht! Etwas Vorsicht ist im Wasser geboten, da die Strömung raus auf das Meer sehr stark ist. Am Heimweg haben wir uns in einem kleinen Einheimischen-Shop (etwas unscheinbar und versteckt) etwas Mineralwasser ausgedeutscht und sogar gekühltes bekommen. Der Fussmarsch zurück zu unserem Bungalow dauerte ca. 1h. Nach kurzem Entspannen machten wir uns etwas spartanisch frisch. Statt der Dusche gab es lediglich ein Wasserbecken mit einer Kelle. Danach ging es dann zum Abendessen, welches ausgezeichnet war und in Bananenblättern serviert wurde. Schlussendlich ließen wir den Tag mit einer gemütlichen Flasche Bintang am Strand ausklingen.

Mittwoch, 10. August - Nusa Lembongan

Nach einem guten indonesischen Frühstück (Noodles) bzw. einem Omelette mit Bananen und Honig konnte der Tag starten. Die Nacht war durch die Strandnähe und das unruhige Meer ungewöhnlich laut und damit etwas gewöhnungsbedürftig. Es wurden Boogie-Boards ausgeborgt und anschließend mit unserem Losmen (=Unterkunft) Besitzer und seinem Sohn jeweils hinten auf dem Moped erneut zum Dream Beach befördert. Dort angekommen, wurden die Boogie-Boards natürlich gleich mal ausgetestet. Die Wellen können einen damit geschickt viele Meter weit bringen. Vorsicht bzgl. der Sogwirkung auf das Meer hinaus ist jedoch dort immer angesagt! Der entspannende Tag mit viel Sonne und Strand und dieser traumhaften Bucht tat sehr gut. Des weiteren kamen wir mit einem holländischen Paar ins Gespräch mit dem wir uns gut austauschen konnten. U.a. schwärmten sie vom Norden Balis (Lovina), den wir damit gleich in unsere Reiseroute aufnahmen. Bei der einzigen Bar, etwas entfernt vom Strand auf einer Anhöhe, wurden köstliche Cocktails serviert. Die konnten wir natürlich nicht auslassen! Danach haben wir die nahe liegenden Klippen vom Devils Tear erwandert. Ein einzigartiges Wellenspiel war dort zu bewundern, indem die Wellen immer so häftig auf die Klippen donnern, das Wasser hochspritzt und damit Regenbögen erzeugt. Am späteren Nachmittag um etwa 1600 Uhr haben wir uns von dort wieder abholen lassen. Unser Chauffeuer und Losmenbesitzer erzählte uns, dass jemand von einer Familie gestorben wäre und daher morgen alle mit geschwärzten Zähnen auftreten werden.

Die Gespräche mit ihm waren immer spannend und wurden von uns aufmerksam verfolgt. Er erzählte des weiteren, dass vor 10 Jahren noch kein Tourismus auf der Insel war. Zu diesen Zeiten gab es nicht einmal Reis auf der Insel - nur Kokosnuss. Die Leute hatten damals auch noch keine Kleidung an und rannten nackt herum. Eine Fahrt auf das Festland dauerte damals noch einen ganzen Tag und war nicht ungefährlich. Das einzige zum Tauschen dass sie hatten, war das Seegras, das auf der Insel geerntet wurde. In Bali kannte man den Tourismus als einnahmequelle bereits seit 30 Jahren - Nusa Lembongan wurde erst viel später entdeckt. Sehr interessiert und scheinbar etwas hinterblieben fragte uns unser Losmenbesitzer u.a. ob tatsächlich es diese Insel (Kontinent) gibt, wo die Menschen eine schwarze Hautfarbe haben ;)

Am Abend haben wir uns noch etwas die Füße vertreten im Bereich der Schiffsanlegestelle und Richtung Insel-Inneres (dem Dorf). Dort haben wir auch wieder mal E-Mails nach Hause geschrieben. Abendessen gabs vor unserem Bungalow am Strand. Danach setzten wir uns vor unser Zimmer auf den Balkon mit Meerblick um die weitere Route grob zu planen. Wir entschlossen uns, nach der Ankunft am Festland (Sanur) uns nach Tanah Lot und anschließend weiter nach Lovina bringen zu lassen. Mit dieser Entscheidung ließen wir den Tag enden und gingen (heute mit ruhigem Meer) zu Bett.

Donnerstag, 11. August - Lovina

Nach einem schnellen Frühstück auf Nusa Lembongan geht es gleich mit Rucksack Richtung Fähre. Die Tickets gabs leider nicht direkt bei der Schiffsanlegestelle. Mit etwas Trinkgeld hat sich schnell ein Einheimischer mit Moped angeboten diese zu besorgen. Auf der Überfahrt haben wir Bekanntschaft mit einem netten älteren Australier gemacht. Er konnte sogar überraschender weise sehr gut deutsch, da er 1 1/2 Jahre im Schwarzwald (Bayern/Deutschland) lebte. Er konnte gute Tips geben - u.a. auch für unsere weitere Route nach Lovina. Am Festland angekommen, auf dem Weg zu den Bussen, hat sich ein Fahrer angeboten, dass er uns für 225 von hier über Tanah Lot nach Lovina bringt. Seine Familie (inkl. Kleinkind) war auch mit im Bus. Auf der Suche nach einem Bankomat, wo man mit Kreditkarte Geld beheben kann und einer kurzen Einschulung der Selbigen (ATMs mit denen man 100 Euro pro Transaktion beheben kann) konnte die Fahrt losgehen. Nach einem Besuch in Tanah Lot, einer schönen Wassertempel-Anlage, ging die Fahrt weiter nach Lovina. Nach ca. drei Stunden Fahrt sind wir in Lovina angekommen und konnten mit der Hotelsuche beginnen. Hotelsuche mit dem Auto ist viel angenehmer als mit dem Rucksack von Unterkunft zu Unterkunft zu ziehen! Wir haben uns für ein Losmen entschieden und nach einem anschließenden Spaziergang sofort nochmal umentschieden. Durch eine kurze Bekanntschaft mit einer englischen Familie ist uns vorgeschlagen worden, an einem Abendessen (Festküche) bei einer einheimischen Familie teil zu nehmen. Das Aufkochen nur für die engl. Familie alleine, hätte sich nicht ausgezahlt - wir willigten gerne zu ;). Am Abend sind wir dann noch zum Strand und in die Stadt, wo uns ein tolles Abendesse erwartete. Heute gilt es zeitig ins Bett zu gehen, da wir morgen bald aus den Federn müssen.

Freitag, 12. August - Lovina

Aufstehen um 0545 Uhr um einem speziellen Ereignis beizuwohnen... Wir sind sehr zeitig abgeholt worden, um mit dem Boot aufs Meer zu fahren und Delphine zu sehen. "Look for the dolphins" hieß es in Lovina überall. Circa jeder zweite Einheimische, der uns über den Weg lief, bot uns dies an. Der Sonnenaufgang und die tatsächlich präsenten Delphine waren den Trip auf alle Fälle wert! Um etwa 0800 Uhr waren wir wieder in unserem Bungalow und gingen dort Frühstücken. Danach haben wir mit unserem Fahrer (Sanur-Lovina) eine Tour samt Wanderung in einem Seen-Distrikt ausgehandelt. Ein ürsprünglich geplanter Trip auf die westlich gelegene Insel Java musste leider verworfen werden, da dies zu viel Zeit (min. 2 Tage) in Anspruch nehmen würde. Der Tag verlief sehr gemütlich und entspannend hauptsächlich am Pool und Meer. Um 1900 Uhr gehts ab zum Essen bei der einheimischen Familie. Die englische Familie (2 Kinder) hatten einen Guide der uns, teilweise durch Dschungel, zu dem Haus führte. Wir wurden sehr herzlich begrüßt und gebeten in deren "Wohnzimmer" Platz zu nehmen. Dieses Wohnzimmer wäre in unseren Breiten maximal ein Schuppen und Essen würde man in Mitteleuropa dort ganz bestimmt nicht ;). Das Essen in mehreren Gängen mit allen heimischen Spezialitäten (Fisch, Meeresfrüchte, Satey, ...) war reichlich und ausgezeichnet! Ein Erlebnis, das uns eher zufällig angeboten wurde, das man nicht auslassen darf!! Nach dem Essen mit darauffolgendem Schnaps ging der Weg retour und bald darauf ins Bett.

Samstag, 13. August

Das Essen am Vortag war ein Erlebnis Die Familie (Karin, Howard und die beiden Kinder Alisha und Max), der wir die Einladung verdanken, war sehr nett! Heute ging unser Trip um 0930 Uhr los. Zu unserem Erstaunen ist nicht unser Fahrer erschienen, sondern sein Cousin. Begonnen hat die Tour mit den Git-Git-Wasserfällen. Danach besuchten wir den Tempel Ulun Danu, wo wir Fotos mit einer riesigen Netzpython und einem Mungo machen konnten. Danach ging es zum Essen, was leider eher eine überteuerte Touristen-Absteige war - das Essen selbst war gut. Nach dem Essen ging es weiter zum Monkey Forrest zu den Seen. Die geplante Wanderung fand so leider nicht statt, weil wir wieder mal an einen Guide zahlen sollten (was nicht abgemacht war). Bei einem Spaziergang um einen See kann man sich ja kaum verlaufen ;) Darum haben wir beschlossen auf eigene Faust im Bereich See und angrenzenden Dschungel etwas zu spazieren. Etwa eine Stunde, während unser Guide im Auto ein Nickerchen machte. Wir sind dann weiter zu den Reisterrassen und dann zu den Buddhatempel Monasteey. Wieder in Lovina angekommen wird noch eine Kleinigkeit gegessen und brav Bericht geschrieben.

Sonntag, 14. August

Heute haben wir uns um 0930 Uhr auf den Weg nach Kedisan gemacht um Morgen den Vulkan Gunung Batur zu besteigen. Unserer Fahrer war ein sehr netter Mensch - er hat uns auf dem Weg viel gezeigt und uns zu zwei Tempeln geführt. Ein Tempel hieß Kintomani. Dort haben wir Reis auf die Stirn bekommen und haben uns von den Frauen dor Conong (Opferkörbe) gekauft, die wir an der obersten Stelle des Tempels abgestellt haben. Dieses Zeremonie verspricht Glück! Ein Tempelangehöriger dort hat dann ganz genau nach Ritual unsere Blumen genommen und über unsere Köpfe gepresst. Weiters hat er uns aus einem Silberkrug Wasser zum Trinken und Reis zu Essen gegeben. In Kedison angekommen haben wir ein ganz nettes Zimmer mit gutem Bad bekommen (sogar mit Fernseher). Der etwas anstrengenedere Teil folgte - das Aushandeln des Preises für unsere Vulkanbesteigung (sowas will man ja ohne Guide eher nicht machen *g*). Der erste Vorschlag war 600.000 Rupien. Mit etwas Verhandlungskunst und einer gespielten Absage einigten wir uns dann bei 400.000. Eine riesige Überraschung folgte! In diesem wirklich sehr überschaubarem Örtchen ohne Attraktionen oder sonstigen Sehenswürdigkeiten, haben wir im Hotel-Restaurant einen Studienkollegen von mir getroffen der mit seinem Freund mit dem Rad in Bali unterwegs war. Witziger Weise stellte sich heraus, dass wir am nächsten Tag den Aufstieg zum Vulkan mitsammen unternehmen werden. Bei einem gemütlichen Abendessen haben wir den Tag dann ausklingen lassen. Morgen müssen wir früh aus den Federn um den Sonnenaufgang auf dem Vulkan zu sehen - um 0300 Uhr ist Tagwache!

Montag, 15. August

Um 0300 Uhr wurden wir bereits von den unzähligen Hähnen, die es in dieser Gegend gibt, geweckt. Um 0345 Uhr ging es dann tatsächlich los! Wir wurden direkt zum Fuße des aktiven Vulkans gefahren und haben dort noch eine Tasse heißen Tee bekommen. Mit Taschenlampen ausgestattet, suchten wir uns mit unserem Guide Adi den Weg durch die Lavabahnen. Als wir den eigentlichen Aussichtspunkt unserer Wanderung erreicht hatten, wurde angemerkt, dass wir noch nicht am Gipfel sind und dass dieser noch eine halbe Stunde Marsch entfernt ist. Tatsächlich waren wir ca. eine halbe Stunde später am Gipfel des Vulkans angekommen. Der Ausblick ins Land ist traumhaft! Im Tal lag ein zarter Schleier von Nebel, der die Dämpfe des Vulkans sanft umstreichelte und langsam ging in einem zarten rosa Glanz die Sonne auf [Zitat!]. Weiter ging es entlang dem Krater. Die Erde war überall warm, wenn nicht sogar heiß. Unser Guide hat uns als Teil des Programmes Eier und Bananen in einem "Dampfloch" erhitzt. Wir sind fast unmittelbar zum Krater und haben uns dort die Ausbruchsfolgen von den letzten kleineren Ausbrüchen (1994 und 2000) gesehen. Derzeit (2010) ist der Vulkan, wegen erneuter aktivitäten für Besucher gesperrt. Um 1000 Uhr sind wir wieder zurück im Hotel angekommen, eine Kleinigkeit gegessen und etwas Schlaf nachgeholt. Am Nachmittag sind wir noch etwas in den verschlafenen Ort um etwas zu essen. Wayan ein Maler, der uns seine Bilder präsentierte, hat uns auf seinem Moped mit in den Ort genommen. Natürlich haben wir ein Bild von ihm erstanden! Später, um ca. 1500 Uhr war eine Massage genau das Richtige nach einem anstrengenden Tag.

Dienstag, 16. August

Nach dem Frühstück sind wir nach Ubud aufgebrochen, wo wir bereits von zu Hause ein Hotel reserviert haben. Petiwi Spa und Ressort - eine traumhafte Anlage mit etwas mehr Luxus als bisher gewöhnt. Gleich nach unserer Ankunft im Hotel sind wir weiter in die Stadt selbst, welche bekannt ist für Silber. Anschließend sind wir in den Monkey Forrest - eine der Attraktionen für die Ubud bekannt ist (10.000 pP). In dem Wald ist wirklich viel los. Es werden überall Bananen verkauf, die die halbzahmen Affen anlocken. Vorsicht ist geboten mit Sonnenbrillen, Kappen und anderen losen Gegenständen, die die Affen gut und gerne mal entwenden und nicht mehr zurück geben! Für den Abend haben wir uns noch mit Bintang (dem einheimischen Bier) eingedeckt, dass wir gemütlich am Balkon trinken werden.

Mittwoch, 17. August - Der Unabhängigkeitstag

Gleich am Morgen sind wir nach einem tollen Frühstück vom Buffet los in den Zoo. Leider war der Besuch eher ein Reinfall, da nur wenige Tierarten zu sehen waren - heimische Reptilien waren kaum vertreten. Weiter ging es zur Goa Gajah (Elefantenhöhle) - einem Touristenmagneten in Bali. Den Rest des Tages verbrachten wir mit Shopping in der Monkey Forrest Road in Ubud. So viele Geschäfte und Zivilisation hatten wir schon länger nicht mehr. Danach verbrachten wir den späten Nachmittag am Pool der Hotelanlage. Um 1900 Uhr wurden wir abgeholt um einem Tanz-Ritual dem "Kecak Dance" beizuwohnen. Etwas musikalische Kultur, die sehr beeindruckend anzusehen war. Nach dem Abendessen ging es zurück in unser "Traumhotel". Die laue Nacht auf einer Couch auf dem Balkon mit Bintang und Zigarillo war ein Genuss!

Donnerstag, 18. August

Am Frühstücksbuffet wurde der Bauch noch einmal ordentlich vollgeschlagen und die Infrastruktur des Hotels noch ausgekostet. Um 1200 Uhr haben wir aus-ge-checkt und führten unserer Reise nach Padang Bai fort. Als Hotel haben wir das Topi Inn (40.000 Rpa/Nacht) gewählt und machen es uns im Hotel-Restaurant unter hunderten bunten Polstern gemütlich. Der Tag war weniger ereignisreich. Wir haben den Strand erkundet und den Hafen ausgeforscht. Für morgen haben wir uns den SO von Bali vorgenommen.

Freitag, 19. August

Als erstes gilt es einen Fahrer zu suchen, der uns zu der Reptilienfarm nahe Ubud brint und mit uns anschließend SO-Bali erkundet. Nach den Preisverhandlungen (225 R) mit unserem Fahrer Budu sind wir als erstes nach Klung Klung, der früheren Hauptstadt Balis. Weiter ging es mit ca. einer Stunde Fahrzeit in den Rimba Reptilienzoo. Hier kamen wir voll auf unsere Kosten - es gab Komode-Drachen und eine Vielzahl an Schlangen zu sehen. Sehr zufrieden sind wir weiter zum größten Tempel in Bali - dem Muttertempel namens Pura Besakih. Der Tempel ist riesengroß und sehr beeindruckend. Glücklicherweise haben wir einen guten Termin für die Besichtigung gewählt. Es war gerade Vollmond und da werden viele Zeremonien abgehalten - der Tempel ist also richtig belebt! Nach dem Tempel sind wir weiter nach Tirta Empul wo es einen Wassertempel zu sehen gibt. Besonders nett sind die vielen Steinplatten überall im Wasser, auf denen man über das Wasser gehen kann. Danach ging es nach Ujung - kaum zu erraten: wieder ein Tempel - schon einer zuviel für unseren Geschmack ;) Weiter geht die Tour (schon etwas geschlaucht, müde und hungrig) über Candidasa wieder zurück. Am Abend sind wir eine eine Raggie-Bar am Strand mit fünf etwas durchgeknallten Kellnern, die für gute Stimmung sorgten. Dort sind wir mit zwei Mädls aus Deutschland ins Gespräch gekommen, mit denen wir die Nacht etwa bis 2300 Uhr am Lagerfeuer am Strand verbrachten. Morgen geht die Reise mit der Fähre weiter auf die östlich gelegene Insel Lombock. Bye bye Bali ...

Samstag, 20. August

Aufstehen um etwa 0700 Uhr, duschen und Rucksäcke packen. Die Sache mit der Fähre stellte sich als sehr spannend heraus. Obwohl wir nur etwa einen Kilometer von der Fähre entfernt wohnten, haben wir es fast geschafft diese zu verpassen. Der Fahrer kam sehr spät und meint dann nur mehr quick quick quick - vorher war immer alles slowly slowly *gg*. Wir haben unser Gepäck in den Wagen geschmissen und sind losgefahren zur Fähre. Dort hieß es: not possible to go on the ferry! Die Zugbrücke war schon hochgezogen und es sah gar nicht mehr gut aus für uns. Schließlich haben wir eine Luke gefunden, über die wir auf das Schiff klettern konnten - die Rucksäcke wurden uns nachgeschmissen. Auf der Fähre haben wir uns schnell wieder wieder von den Aufregungen erholt und den Wind um die Ohren blasen lassen. ... und wen haben wir erneut getroffen: meinen Studienkollegen ;). Der erste Stop auf Lombock ist die Insel Gilli Air. Dazu müssen wir von der Fähre eine längere Bussfahrt in den Norden in Kauf nehmen. Vor der Überfahrt auf die westlich von Lombock gelegene Inselgruppe war die Bevölkerung eher Aufdringlich um Verkäufe und Spenden. Auf Gilli Air angekommen, haben wir nach nur kurzer Suche einen Bungalow bei "Abti Fantastic" bekommen. Beim Essen sitzt man hier meist auf einem Podest mit einem nur ca. 30 cm hohen Tisch - gewöhnungsbedürftig aber sehr entspannend und nett.

Sonntag, 21 August

Entspannen ist angesagt!!! Auf der Insel gibt es grundsätzlich nichts zu besichtigen. Ein traumhaft schöner weißer Sandstrand um die ganze Insel, KEINE Autos!, kristallklares türkises Wasser - das Paradies! In knapp zwei Stunden sind wir um die ganze Insel am Strand spazieren gegangen. Überall findet man herrliche Muscheln in allen Größen und Formen. Das einzige Manko: Auf der Insel gibt es kein Trinkwasser - d.h. duschen auch mit Meerwasser.

Montag, 22 August

Erneut ein sonniger Tag am Strand auf Gilli Air - ohne besondere Ereignisse, wie man sich einen Erholungsurlaub wünscht. Kein Fernsehen, kein Computer, kein Handyläuten, keine Autos und Motorräder, keine Termine, ... Hier kann man vom Arbeitsalltag zu Hause so richtig gut abschalten. Welcher Tag ist heute? - EGAL!!! Am Abend haben wir zusammen einen Fisch (Red Snapper) gespeist, der wirklich traumhaft gut war. Das Essen kann man hier meist in Rohform ausw√§hlen und der Koch bereitet den Fisch, Krebs oder was auch immer frisch zu.

Dienstag 23 August

Heute geht die Reise weiter nach Gilli Meno. Die restliche Woche bedarf keiner weiteren Zeilen. Gilli Trawangan, die dritte Gilli-Insel im Bunde, auch bekannt als die Party-Insel, haben wir ausgelassen.

Der Flug nach Hause geht über die Hauptstadt Lombocks Matram. Mit etwas zeitlicher Reserve in der Stadt angekommen haben wir die Zeit dem Shopping gewidmet.

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