MYANMAR 2013

Facts:
    Jahr:           2013 
    Dauer:          03.08 - 18.08
    Reiseführer:    Stefan Loose, Lonely Planet
	
    Budget:         Flug:            962 EUR pP
	   	    Inlandsflug:     114 EUR pP
   	            Aufenthalt:  ca. 700 EUR pP
    Reiseliste:     hier

2013/08/03 Freitag - Die Anreise

Flug von MUC mit Thai Air nach BKK - Abflug pünktlich um 20:50 Uhr. Flugzeug Boing 744 - nicht mehr ganz neu, bringt uns jedoch unbeschadet ans Ziel. Service und Essen sind gut (thailändisch), Multimedia-Programm im Flugzeug - naja ... etwas dürftig, steht jedoch bei einem Nachtflug nicht an erster Stelle.

2013/08/04 Sonntag - Bangkok/Yangon

Wir konnten gut schlafen, haben den Flug jedoch etwas "in den Beinen". Ankunft in BKK um ca. 13:00; Wetter 30 Grad/bewölkt. Der Flug selbst war ruhig, die Landung perfekt. Am BKK Airport haben wir ca. 4h bis zum Boarding um 17:10 Uhr. Wir schlendern herum, besuchen einige Shops und genehmigen uns einen Kaffee. Der Weiterflug nach Yangon startet um 17:50 Uhr.

Ankunft Yangon: 18:50 Uhr, Zeitverschiebung zu BKK - 30 Min, nach Hause: 5,5h. Der Flughafen ist klein und überschaubar. Die Pass/Visum Kontrolle geht flott voran. Ein Taxi Service gleich vom Flughafen für 7000 Kyat bringt uns nach Downtown. Unser Wunschhotel (das wir auch für das Visum angegeben haben) ist leider voll. Tipp vom Hotel - Sundowners Inn (Loose Kategorie 1-2) sehr einfach, dafür zu teuer. Das nächste Hotel ist ein Tipp aus dem Reiseführer und liegt nahe dem Kandawgyi See. Da die Taxifahrt das abgesprochene etwas überschreitet, wird mit dem Taxifahrer +3000K (=10.000K) ausgemacht. Das Hotel ist sehr schön und sauber - leider auch nicht billig (45$/Nacht). Das Frühstück ist inkludiert, die Klimaanlage funktioniert gut und Warmwasser gibt es auch. Das Hotel hat sogar WiFi - wir melden uns kurz zu Hause, dass wir gut angekommen sind.

Wir wollen uns mit Freunden hier in Yangon treffen. Leider ist in Myanmar die Koordination nicht ganz so einfach wie gewohnt - es gibt aufgrund fehlenden Roamings keine Möglichkeit, das vorhandene GSM-Netz zu nützen! Ein Treffen am Sonntag Abend geht sich nicht mehr aus. E-Mail wird das Mittel der Wahl zur Koordination. Ein starker Regenschauer um ca. 22:00 Uhr schreckt uns etwas - derartiges ist hoffentlich nicht üblich! Das erste Myanmar Bier gibt es aus dem Kühlschrank im Zimmer - ganz ok!

2013/08/05 Montag - Yangon

Zeitig (von selbst) um ca. 6:30 Uhr aufgewacht und aufstanden. Frühstück: Scrambled Eggs, Toast und Kaffee. Danach geht es mit Karte Richtung Zentrum. Am Weg herrscht Vorstadt-Stimmung: dreckig, die Straßen und Gehsteige sind marode und aufgerissen, es ist feucht, immer wieder kleine Straßenbuden mit Essen und/oder Waren, Straßenhunde und eine Ratte quert unseren Weg. Eigentlich nicht das, was ein Hochglanz Reisemagazin abdrucken würde! Richtung Zentrum wird es etwas besser!

Erwähnenswert ist der Hauptbahnhof, den wir am Weg Richtung Zentrum queren. Die Züge und Zustand der Gleise sehen sehr bedenklich aus. Eine Halbtagesfahrt würden wir uns maximal zumuten - das eher nicht wegen dem bequemen Transport sondern aus Abenteuerlust. Wir gehen ganz in den Süden bis zum Fluss und starten einen Stadt-Spaziergang, vorgeschlagen im Lonely Planet. Wir sehen alte vermooste und verwucherte Kolonialbauten, das Custom House, Pass Writer, viele Händler, einen Obstmarkt, etc. - ein reges Treiben. Weiter geht es Richtung Norden über einen Park mit Obelisk und dem Rathaus zur Sule Pagode. Diese besichtigen wir von innen (2$ pP). Von der Sule Pagode weiter Richtung Westen, dann nach Norden in die Shwedagon Road Richtung gleichnamiger Pagode.

Um 11:00 Uhr ist Treffpunkt mit unseren Freunden beim Südeingang Shwedagon Pagode. Der Eingang ist nicht ganz eindeutig, deshalb teilen wir uns, um sie nicht zu verpassen. Die Shwedagon Pagode, das Highlight von Yangon, ist sehr schön, prunkvoll, imposant und riesig. Viel lokale Bevölkerung beim Beten - nicht nur eine Touristenattraktion!

Nach der Besichtigung der Pagode gibt es einen kurzen Snack (gebratene Nudeln mit Gemüse und Chili) in einem kleinen Imbiss. Bier bekam ich im Lokal nicht - der Besitzer erklärte mir aber wo, um die Ecke, ich Bier kaufen kann. Ein Kurzbesuch in der Maha Wizara Pagode, die gleich neben der Shwedagon Pagode etwas unter geht, lohnt sich - Eintritt frei! Wir haben erfahren, dass weite Abschnitte um und südlich von Yangon überflutet sind und müssen daher unsere Route ändern. Darum geht es wieder zurück Richtung Süden bis nach der Eisenbahnbrücke und dann links Richtung Air Bagan Office. Flugtickets für den nächsten Tag um 112$ + 2000K Taxen pP sind kein Problem. Danach leisten wir uns einen guten Kaffee im Sky Bistro im Sakura Tower - preislich etwas abgehoben aber dafür gute Aussicht. Das Abendessen nehmen wir nahe des Kandawgi See im Bangkok Kitchen zu uns. Das Lokal ist groß, nett eingerichtet, mit einer schönen Terrasse in Richtung See. Wie der Lokalname schon erahnen lässt, gibt es Thai Küche. Wir starten mit Frühlingsrollen gefolgt von Prawns mit Gemüse und Nudeln. Leider entdecken wir nach dem Essen im Restaurant eine Ratte, die durch den Raum läuft, frech zu uns rausschaut und dann unter dem Parkettboden verschwindet ... Ein Taxi bringt uns ins Hotel zurück und wir stellen uns den Wecker auf 4:00 Uhr früh, denn dann geht es weiter nach Bagan!

2013/08/06 Dienstag - Bagan

04:00 Uhr: der Wecker läutet, wir machen uns fertig, bezahlen das Zimmer und nehmen unser Lunchpaket entgegen. Unser Taxi setzt uns am Yangon International Airport ab, wir brauchen aber den Regionalen Flughafen und machen uns auf die Suche. Unser Lunchpaket geht in die Hände von Kindern, die sich richtig darauf stürzen. Wir holen uns noch Bargeld vom ATM (International Airport) und trinken einen Kaffee. Es dauert nicht lange bis wir aufgerufen werden und mit einem Bus zum Flugzeug gefahren werden. Nach der Landung in Bagan werden wir gleich um 15$/P für das Sightseeing Ticket erleichtert. Ein Taxi fährt uns nach Nyaung U um das erste Hotel aus dem Reiseführer ausfindig zu machen. Da unsere erste Wahl leider ausgebucht ist, bringt uns unser Taxi ins Princess Bagan, wo wir ein Zimmer für 35 Dollar mit Frühstück bekommen. Die Zimmer sind sauber - wir schlagen zu.

Kurz darauf geht unsere erste Tempel-Tour los. Wir beschließen die näheren Tempel zu Fuß zu erkunden. Nach anfänglichen Orientierungs-Schwierigkeiten sind wir am Weg. Den ersten Tempel besichtigten wir nur von außen. Den zweiten Tempel öffnete uns eine einheimische Dame und wir bestaunen diesen auch von innen. Bagan ist trotz der Regenzeit sehr trocken. Die Gegend mit ca. 2500 Tempeln auf 40qkm ist beeindruckend. Wir wandern von Tempel zu Tempel und besichtigen einige namhafte größere. Besonders die Tempel die man besteigen kann, bieten ein herrliches Panorama.

Wir passieren u.a. folgende Tempel: Ananda, Dhammayangyi, Sulamani, Gubyaukgyi, Shwe zigone, Htilominia, ...

Im Bereich Alt-Bagan wollen wir unsere Tagestour abschließen. Nachdem die lokalen Transporte (Bus, Pick-up) anscheinend hier keine Touristen mitnehmen und wir uns etwas ausgenützt beim Verhandeln für ein Taxi oder eine Pferdekutsche vorkommen, gehen wir auch die letzten 2 KM zu Fuß.

Nach einem langen Marsch und heißen Tag, tut die Dusche besonders gut! Wir beenden die Sehenswürdigkeiten mit dem Sonnenuntergang in der Shwizegon Pagode.

Anschließend finden wir ein birmanisches Lokal, nahe unseres Hotels mit sehr gutem Service, das sich jedoch später mit 10% auf der Rechnung wiederfindet. Für die Unterhaltung sorgt ein traditionelles Puppentheater mit lokaler (schräger) Musik. Damit haben wir auch noch ein unerwartetes Kulturprogramm als Begleitung. Nach diesem schönen Abend mit gutem Essen (Fischcurry, Pat Thai) gehen wir mit schweren Füßen ins Bett.

2013/08/07 Mittwoch - Bagan

Nachdem wir gestern fleißig gewandert sind, gibt es heute nach einem "üblichen" Frühstück ein Taxi. Im Sinn steht uns der Mount Popa und einige wenige Tempel, die wir gestern nicht geschafft haben. Wir ordern im Hotel ein Taxi und verhandeln selbst mit dem Fahrer. Beginnend bei 60.000K einigen wir uns schnell auf 50.000K.

Los geht's: der Fahrer überredet uns die Tour umzudrehen und wir starten Richtung Mount Popa. Noch in Nyaung U müssen wir einen Fahrerwechsel hinnehmen. Die Absprache zwischen den beiden Fahrern war nur kurz was sich im Nachhinein als Problem herausstellen sollte.

Die Fahrt war schön, grün mit einem Zwischenstopp bei einer Coconut Plantage. Dort wird uns vorgeführt wie Erdnussöl, Coconut Whiskey, Zucker, etc. mit einfachen Mitteln hergestellt werden kann. Die Fahrt zum Mount Popa - obwohl nur 50 km - dauerte 1 1/2 Stunden aufgrund schlechter Straßenverhältnisse.

Angekommen an unserem Ziel, machen wir gleich Bekanntschaft mit Makaken, die zwar klein und lieb, in Scharen aber respekteinflößend sein können. Außerdem verrichten sie auf den Treppen zum Mount Popa, den wir barfuß besteigen müssen, ihre Notdurft... Auf dem Weg nach oben gibt es mehrere Händler mit Souvenirs, Getränken, etc. Die Aussicht ist sehr schön, der Tempel an sich nichts Besonderes. Der Blick von der Ferne auf den erhobenen Tempel hat uns mehr beeindruckt, als dieser dann selbst. Nach dem Abstieg gibt es eine kurze Pause in einem Lokal. Es gibt Fried Rice with vegetables zu einem Preis von 1500K. Gestärkt wollen wir unsere vereinbarte Route fortführen, allerdings wusste davon unser Fahrer leider nichts. Nach einer kurzen Diskussion, meinte er, dass er sich mit seinem Manager (unserem ursprünglichen Fahrer) abstimmen muss. Daher kehren wir zurück nach Nyaung U und treffen diesen. Ein kurzes Gespräch klärt alles auf und unsere Tour zu den umliegenden Tempeln geht weiter.

Wir starten in Alt Bagan, mit dem am Ayeyawardi gelegenen Bu Papa. Dann geht es weiter zur Mahagoni und zu der ebenfalls innerhalb der Stadtmauer gelegenen Thatbyinyu Pagode. Danach fahren wir Richtung Süden nach Neu Bagan zu den Tempeln Manuth und Nanpaya. Dort nehmen wir ein Getränk zu uns und probieren erstmals die einheimischen Zigaretten, die in Blätter gerollt sind. Wir wollten unseren Fahrer auf ein Getränk einladen, das er jedoch dankend ablehnte, da er gerade einen Tee getrunken hatte. Der nächste Stopp sollte einer der bekanntesten Tempel werden - der Dhammayangyi in Pyramidenform. Vor Ort stellten wir fest, dass wir diesen schon am Vortag besichtigt haben. Es geht weiter Richtung Westen, vorbei an bereits besichtigten Tempeln wie z.B. Sulamani, zum finalen Tempel namens Pyathada mit guter Aussicht. Wir genießen den wunderschönen Ausblick gemeinsam mit wenigen anderen Touristen und sehen den Sonnenuntergang in dieser einzigartigen Atmosphäre. Nach Einbruch der Dunkelheit bringt uns der Fahrer zurück zum Hotel - 500K Trinkgeld hat er sich verdient.

Im Hotel versuchen wir erfolglos über die Rezeption die Zimmer im empfohlenen Hotel am Inle See zu bekommen. In einem Lokal in der Nachbarschaft genießen wir unser Abendessen: Frühlingsrollen, Hot & Spur Fish + Potatoes mit Bierbegleitung.

Morgen früh, um 06:30 Uhr, geht es weiter Richtung Westen zum Inle See. Das Ticket dazu konnten wir im Hotel buchen.

2013/08/08 Donnerstag - Inle See

Der Wecker läutet um 5:30 Uhr - etwas hart für einen Urlaub, aber wir möchten schließlich weiter. Das Frühstück gibt es ab 6:00 Uhr und ist diesmal ein reichhaltiges Buffet mit Nudeln, Speck, Eiern, etc. Warum gab es das nicht schon am Vortag? Waren wir vielleicht zu spät? Egal, wir schlagen zu, packen den Rest zusammen und schon werden wir vom Pick-Up abgeholt. Es ist etwas eng auf der Ladefläche des Pick-ups. Nach einer ca. 15 minütigen Fahrt steigen wir in den Bus um! Im Bus gibt es einen Fernseher aus dem etwas laut burmesische Musik ertönt, diese sollte uns die gesamte Fahrt begleiten.

TIPP: Immer Ohrstöpseln oder eigene (lautere) Musik beim Busfahren parat haben!

Nach ca. 4 Stunden Fahrt gibt es eine Pause. Die Pause gilt uns, aber anscheinend auch dem Bus, der mit Wasser gekühlt wird. Nach ca. 30 Minuten geht es weiter. Wir passieren Kalaw und kommen nach 8 Stunden in Nyaungshwe (letzter Ort vor dem Inle See) an. Am Busbahnhof wird man gleich von Einheimischen "überfallen", die Taxi, Hotel, etc. anbieten. Wir gehen jedoch zu Fuß in Richtung dem Hotel, das uns in Bagan empfohlen wurde, begutachten die Zimmer und schlagen zu: 50 Euro für zwei Zimmer mit Frühstück. Als nächstes schauen wir uns den Ort selbst an: Wir kommen bei der "Verspiegelten Pagode", dem Grab Sao Shwe Thaike, dem Unabhängigkeitsdenkmal, Shwe Zahi Pagode, Jadano Man Aung Pagode, Mingala Markt vorbei (das ist übrigens alles an Sehenswürdigkeiten, was die Stadt zu bieten hat). Abendessen gibt es in einem Lokal direkt neben unserem Hotel "Big Drum". Zu essen gibt es Tofu Curry, Fried Vegetables, Shan Suppe mit Huhn & Gemüse. Wir trinken ein Bier und gehen schlafen, denn für morgen haben wir eine Bootstour ausgemacht, die um 6:30 Uhr startet.

2013/08/09 Freitag - Inle See

Der Wecker läutet um die gleiche Zeit wie am Vortag, 5:30 Uhr. Frühstück gibts im Freien: Omelett mit Zwiebel und Mangolassi. Da wir im Hotel (Queen Inn) alles organisieren konnten, bezahlen wir gleich das Zimmer, die Bootstour und den für den Abend gebuchten Bus nach Mandalay. Unser "Bootsmann" holt uns ab und wir steigen bei leichtem Regen in unser Boot und düsen Richtung Inle See. Am Boot sind Regenschirme für uns parat, die wir dankend annehmen. Die Fahrt bis zum Südende des Sees, wo heute der Markt ist, dauert ca. 1,5h und kommt uns aufgrund der Witterung eher lange vor.

Durch den Regen ist der Boden sehr aufgeweicht und unsere Flip Flops versinken bzw. lösen sich. Deshalb gehen wir mit nur mittlerer Begeisterung barfuß weiter. Der Markt ist leider sehr auf Tourismus ausgerichtet und wir ziehen schnell zur Pagode weiter. Gelegen auf einer kleinen Anhöhe, hat man von dort eine schöne Aussicht und wir können noch ein paar schöne Fotos erhaschen. Inzwischen meint es der Wettergott wieder gut mit uns und wir fahren weiter zu einer Weberei.

Dort bekommen wir die Gelegenheit unsere Füße zu waschen, bekommen eine Führung durch die Weberei und werden letztendlich in den Shop geführt. Es gibt handgefertigte Schals und Kleidung aus Lotus, Leinen und Seide zu nicht besonders günstigen Preisen, deshalb bedanken wir uns für die Tour mit einem Trinkgeld und fahren weiter zur Zigarrenfabrik. Hier werden wir schon mit Reisblättchen willkommen geheißen. Es ist sehr interessant zu sehen, wie die Zigarren gedreht werden. Wir bekommen noch Tee und dürfen eine Anis-Zigarre probieren. Statt dem Trinkgeld kaufen wir hier etwas ein und fahren weiter zu einem Restaurant. Es gibt Fish Spicy Curry. Das einzige Manko: der Fisch hat Gräten - ansonsten ist es sehr gut und scharf. Danach fahren wir zu Frauen mit langen Hälsen. Je älter sie werden, desto mehr Ringe strecken den Hals was in deren Stämmen als schön gilt. Auch dort gibt es wieder alle Waren, die wir am Markt auch schon gesehen haben. Weiter geht es über die schwimmenden Gärten zu einem Teakholz-Kloster am See. Bekannt ist das Kloster aufgrund springender Katzen, die jedoch bei uns nur sehr faul herumliegen. Wir wollen nun keine weitere Touristenattraktion mehr besuchen und fahren zurück zum Hotel.

Nach der Rückkehr gibt es im Ort Kaffee mit Süßspeise. Naja ... der Kaffee ist etwas wässrig und wird mit einer Zitrone serviert - dazu gibt es Coconut Krapfen und Bohnenlaibchen: es gibt besseres, aber zusammengegessen haben wir! Wir schlendern in Richtung Mingala Markt und kaufen noch Proviant für die Busfahrt (Nüsse, Chilli, Bananen, Wasser) und kommen ins Hotel zurück. Obwohl unser Zimmer schon gereinigt wurde, dürfen wir es noch bis zu Abfahrt benützten - sehr nett! Um 6:30 pm werden wir abgeholt! Das Pickup kommt pünktlich und bringt uns zum Busbahnhof. Überraschenderweise startete auch die Busfahrt relativ pünktlich mit nur ca. 15 min Verspätung. Bereits kurze Zeit nach Start, gab es um ca. 20:30 Uhr einen Halt: Toilette, Essen, ... Fried rice with vegetables inkl. Suppe/Tee. Die restliche Fahrt durch die Nacht verging flott - wir konnten einigermaßen gut schlafen.

2013/08/10 Samstag - Pyin U Lwin, Hsipaw

Um ca. halb fünf sind wir am Ziel BBHF Mandalay. Wir werden gleich angesprochen und nehmen uns ein Taxi nach Pyin U Lwin - Taxis dorthin sind üblich - es gibt keine Bus Verbindung. Leider ist der Morgen stark verregnet. Im Taxi schlafen wir großteils weiter - die Fahrt nach Pyin U Lein vergeht schnell. Dort angekommen werden wir zu einem Hotel gebracht. Wir steigen aus, bezahlen das Taxi, beziehen jedoch kein Hotel. Der Ort ist bekannt als englische Kolonialstadt und für Wasserfälle in der Umgebung (zum Schwimmen). Wir gehen in ein einheimisches Lokal zum Frühstücken. Die Leute waren sehr nett, das Wetter jedoch besch#?!$+. Noch nicht ganz fit, beschließen wir nach Hsipaw weiter zu ziehen. Aber wie? Nicht zur Begeisterung aller, wird es die Bahn. Wir packen uns wetterfest ein und begeben uns zum Bahnhof. Bahnticket: 6250K (6$) für die beste Klasse (upper class) für ca. 150 km. Das Abteil (das Beste) ... naja, zwar gepolsterte und gefederte Sitze, die Sauberkeit lässt jedoch etwas zu wünschen übrig. Die Landschaft ist sehr schön. Der Reisekomfort ist gezeichnet durch die windige Gleisführung teilweise sehr holprig - die gefederten Sitze machen sich bezahlt.

Der Höhepunkt der Bahnfahrt ist das Gotheik Viadukt - eine Eisenbahnbrücke, 111 Meter hoch, 800 Meter lang, 1899 von Briten in Auftrag gegeben - welches zu dieser Zeit ein Meisterwerk der Technik war. Überquert wird im Schritttempo. Danach wiederum schöne grüne Landschaft ohne besondere Highlights. Die Fahrt von ca. 7 Stunden bei fehlendem Komfort wirkt etwas lange. Bei den Haltestellen offerieren Verkäuferinnen immer wieder kleine Snacks. Zwei geräucherte Fleisch-Keulen habe ich probiert - sehr zäh! Die Hunde haben sich gefreut ;-) In Kyaukme wären wir fast von Trekkiinguides verführt worden auszusteigen - laut Touristenfeedbacks gibt es dort anscheinend schöne Wanderungen. 36 km später (ca. 1h) sind wir am Ziel: Hsipaw.

Am Bahnhof empfangen uns einige Hotel/GH Catcher - wir haben uns vorweg für Charlies GH entschieden und werden per Pickup kostenlos zum Hotel gebracht. Es gibt Zimmer ab ca. 20 Euro - wir entscheiden uns für ein Komfortzimmer für 32 Euro. Eine kurze Dusche und wir begeben uns auf den Weg zum Monastery/Sunset Hill. Einmal zu früh abgebogen gehen wir entlang des Flusses weiter durch Shan Behausungen. In einem anderen Land würde man sich in einer derartigen (Slum) Gegend fürchten - hier sind alle sehr freundlich und zuvorkommend. Kurz vor dem Ziel beginnt es leider zu regnen und dunkle Wolken ziehen auf - wir beschließen umzudrehen. Der Regen erwischt uns dennoch - aber nicht schlimm. Am Heimweg finden wir unser Restaurant für das Abendessen "San". Es gibt Shan Noodle Soup und Vegetables und Fish Hot & Sour im Ganzen angerichtet - ausgezeichnet. Im Guesthouse gibt's dann noch ein Myanmar Beer auf der gemütlich Terrasse und eine Zigarillo zum Abschluss.

2013/08/11 Sonntag - Hsipaw

Wir beginnen den Tag mit einem (im Vergleich zu bisher) großzügigem Frühstück: Omelett mit Zwiebel + Tomaten, Früchte und Krapfen, Saft und Kaffee gibt es dazu. Danach machen wir uns auf zu einer vom Hotel vorgeschlagenen 5-stündigen Tour in die Umgebung von Hsipaw. Das erste Ziel ist ein Wasserfall.

Wir gehen etwas an der Straße entlang und kommen beim "Standing Buddha" vorbei. Dann biegen wir rechts in einen Wanderweg ein. Wir passieren einen Friedhof und müssen etwas bergauf, wo sich dahinter eine Müllhalde verbirgt. Wir begegnen zwei älteren Herren, die uns freundlich den Weg zum Wasserfall zeigen. Schon relativ bald können wir ihn sehen! Wunderschön! Wir marschieren bei Reisfeldern und einer Bananenplantage vorbei, es stehen immer wieder Häuser von Einheimischen entlang des Weges. Wasserbüffel, der hiesige Ersatz für Traktoren, sind hier sehr hilfreich um die mühsame Feldarbeit zu bewältigen. Der Weg ist etwas durchnässt aufgrund der Regenfälle der letzten Tage. Wir kommen bis kurz vor den Wasserfall und drehen um, weil es neben dem nassen Untergrund auch zu regnen beginnt.

Der Regen dauert aber nicht lange, daher gehen wir den Weg zu den "Hot Springs" weiter. Ein Mönch, der unseren Weg kreuzt und leider kein Englisch spricht, zeichnet uns mit einem Stock die Route in die Erde. Nach einem kleinen Hügel geht es vorbei an Teeplanzen, Reisterrassen und Maisfeldern. Um zu den Quellen zu kommen müssten wir durch einen Fluss watten, wie 3 jüngere einheimische Burschen erklären. Wir überlegen kurz und entscheiden uns für den "trockenen" Weg - kehren also um und gehen nach Hsipaw zurück.

Dort besuchen wir einen Markt und kehren in ein kleines Lokal ein. Wir bestellen Fried Rice with vegetables und bekommen "normalen" Reis mit extra Gemüse und einer scharfen Sauce - sehr lecker! Dann genießen wir eine Dusche im Hotel und machen es uns mit einem Bier auf der Dachterrasse gemütlich. Am Abend gehen wir zu "Mr Food" auf Spring Rolls mit Krabben, Pad Thai bzw. Gemüse. Zum Abschluss gehen wir noch mal auf die Dachterrasse und lassen dort den Tag ausklingen.

2013/08/12 Montag - Mandalay

Pickup beim Hotel ist um 5:00 Uhr. Um 5:40 Uhr fahren wir mit dem Bus los in Richtung Mandalay. Dieses Mal sind wir die einzigen Touristen im Bus. Die Fahrt wird spannend, als wir über Serpentinen in ein Tal überwinden müssen. Der Bus war in den engen steilen Kurven gefühlt knapp vor einem Kippen. Davon abgesehen, verläuft der Rest der Fahrt ruhig und wir können gut schlafen.

Etwas verschlafen, sind wir bei der Ankunft in Mandalay etwas überfordert, als wir gleich von einer Traube von Taxifahrern umschwärmt werden. Wir suchen uns auf eigene Faust ein Café um endgültig wach zu werden. Wie so oft hier, ist der Kaffee sehr dünnflüssig, aber OK. Nach einer Weile fragen wir nach einem Taxi: Ein hilfsbereiter Herr klatscht 2x in die Hand und schon kommt ein Taxifahrer herein. Wir handeln uns einen Preis aus und fahren mit einem Pickup ins Hotel, das diesmal bereits vorgebucht ist. Es ist ganz OK, ein etwas eigenartiger Kanalgeruch empfängt uns zwar an der Tür, allerdings gewöhnen wir uns dran :-)

Nach einer kurzen Pause und einem "teuren" Kaffee im Bistro nebenan, geht's los Richtung Süden. In einer kleinen Straße hört man schon ein rhythmisches Klopfen - hier sind wir richtig! Männer hämmern auf Gold, gepresst in Büchern, um so Goldplättchen herzustellen. Frauen fügen diese feinen Blättchen zusammen und bringen diese in eine quadratische Form. Verwendet werden diese hauchdünnen Plättchen zur Vergoldung von Pagoden und Statuen. Wir bekommen ein Exemplar auf die Hand. Weit im Süden der Stadt organisieren wir uns ein Taxi für die Rückfahrt Richtung Zentrum (Mandalay Palace). Mit dem Taxifahrer wird zugleich ein Ausflug für den nächsten Tag vereinbart: Mingun - Sagaing - Inwa - Amarapura für 50.000K (Hotelpreis: 65.000K) - Super! Wir wollen den Königspalast sehen und werden beim Süd-Eingang darauf hingewiesen, dass wir "Foreigner" zu einem anderen Eingang müssen. Somit wandern wir den Königspalast entlang - puh ... das Areal ist ganz schön riesig - ca. 2,5 qkm, die wir außen entlang gehen. Von einem Taxifahrer erfahren wir, dass es ohnehin schon zu spät für eine Besichtigung ist. Nächstes Ziel, der Mandalay Hill. Wir bleiben hart und lehnen die Angebote der Taxi und Pickup Fahrer ab und besteigen den Mandalay Hill auf eigene Faust. Beim Aufstieg begegnen wir Mönchen, die die Konversation mit Ausländer suchen, um ihr Englisch zu verbessern. Oben angekommen, freuen wir uns über einen wunderschönen Blick über Mandalay. Ein angenehmer Wind und die Verschnaufpause tun gut. Vom Sonnenuntergang ist leider aufgrund der dichten Wolken nicht viel zu sehen. Mit Einbruch der Dämmerung starten wir den Abstieg. Am Fuße des Mandalay Hills genehmigen wir uns ein Erfrischungsgetränk bevor es mit einem Taxi Richtung Abendessen in ein vegetarisches Restaurant auf Tofu Curry geht.

2013/08/13 Dienstag - Mandalay Umgebung

Um halb acht gibt es ein reichliches Frühstück mit Eiern, Nudeln, Reis und Obst. Um acht Uhr ziehen wir mit dem Taxi los in Richtung Mingun. Der Tempel sollte der größte seiner Art werden, ist jedoch aufgrund eines Erbebens zerstört und wurde nie fertig gestellt. Riesige Risse sind auf allen vier Seiten des Ziegel-Bauwerks zu sehen. Leider darf man aus Sicherheitsgründen den Tempel seit 2-3 Jahren nicht mehr besteigen. Einige hundert Meter weiter sehen wir die größte funktionierende Glocke der Welt. Heute ist es sehr heiß und wir erfreuen uns an einem kühlenden Getränk bevor es nach Saugeng geht.

TIPP: Ein in Myanmar erhältliches, gutes isotonisches Getränk ist 100Plus (auch wenn unser Reiseführer von derartigen Getränken aufgrund der für Touristen schwer identifizierbaren Inhalte abrät).

Man merkt, dass unser Interesse an Pagoden schon etwas nachlässt, daher fahren wir relativ schnell nach Inwa weiter. Dort lässt uns der Taxifahrer bei der Fähre aussteigen, wir überqueren den Fluss und werden bei der Ankunft von Verkäuferinnen und Pferdekutschenfahrern empfangen, die alle ihr Geschäft machen wollen. Da es leicht zu regnen beginnt, biegen wir in das erste Lokal ein und genehmigen uns eine Erfrischung. Danach probieren wir auf dem schlammigen Weg voran zu kommen, doch Pferdekutschen schneiden uns den Weg ab. Etwas genervt drehen wir um und fahren mit der Fähre wieder zurück.

Weiter geht die Tour zur U-Bein-Bridge, der mit 1,2 km längsten Teak Holz Brücke der Welt. Auf dem Weg an das andere Ufer, werden wir von jungen Mönchen angesprochen und stellen uns als Fotomotive zur Verfügung. Eigentlich hatten wir gedacht, dass die Mönche hauptsächlich für uns eine Attraktion sind - nein - auch umgekehrt, sind wir Attraktion! Am anderen Ende der U-Bein Bridge trinken wir etwas in einem Strandlokal. Da es noch eine Stunde zu warten wäre und es auch bewölkt ist, werden wir den Rückweg noch vor dem Sonnenuntergang antreten.

Im Hotel angekommen, beginnt es draußen zu schütten - Glück gehabt. Wir erkundigen uns bei der Rezeption nach Tipps für die Weiterreise, erhalten nützliche Infos und reservieren einen Platz im Bus nach Yangon am Mittwochabend. Ob es dann Richtung Golden Rock oder Strand weitergeht werden wir noch entscheiden. Am Abend wollen wir zu einem Thai Restaurant, das gegenüber dem vegetarischen Restaurant vom Vorabend liegt. Um dort hinzukommen, watten wir durch die vom Regen Überflutete Straße - das gehört in der Monsunzeit wohl dazu. Es gibt Fried Rice und Pad Thai und als Abschluss Drink ein Mandalay Bier.

2013/08/14 Mittwoch - Mandalay

Wir haben keinen Stress und gehen erst um halb neun Uhr frühstücken. Wir dürfen freundlicherweise das Zimmer bis zum Abend behalten. Danach informieren wir uns im Internet über den Wetterbericht für den Süden, packen und schreiben ein E-Mail an unsere Freunde. Gegen frühen Nachmittag beginnen wir einen "gemütlichen" Spaziergang Richtung N-O Seite des Königspalastes. Den Palast selbst lassen wir aus - was sich nach einem späteren Gespräch mit anderen Travellern als gute Idee herausstellte.

Wir besuchen die Kuthodaw-Pagode mit dem größten Buch der Welt - medium imposant. Danach gehen wir weiter entlang des Palasts und trinken auf N-W Seite ein Glas im Golden Duck. Wir biegen nach Westen Richtung Downtown/Zentrum ein um einen Uhrturm zu passieren - nett, aber nix besonderes. Mit der Dämmerung machen wir uns auf die Suche nach Lokalen. Ein Hoteltip für burmesisches Essen (Toa Tos) hat uns gar nicht angesehen. Wir essen im Hotel selbst. Anschließend geht es mit dem Nachtbus (Shwe Mandalar) in 8-9 Stunden nach Yangon. Der Bus super und wir schlafen gut während der Fahrt.

2013/08/15 Donnerstag - Mawlamyaing

Ankunft am BBHF Yanogn um 6 Uhr morgens. Wir besorgen uns Tickets in Richtung Süden, zuerst nach Kyaikhto - dann aber Upgrade nach Mawlamyaing. Hintergrund: wir möchten im Süden nicht mehr allzu viel Zeit verplanen. Die Sehnsucht nach Sonne und Meer wächst! Ziele: Mawlamyaing, Fähre Mawlamyaing nach Hpa-An, Kipun/Golden Rock. Der Bus (Scorpio) ist OK! Abfahrt ist um 8:30 Uhr. Bis dahin vertreiben wir uns die Zeit mit einem Kaffee am BBHF.

Ankunft ca. 15 Uhr. Das Hotel haben wir aus dem Reiseführer ausgewählt - OK Guesthouse am Fluß/Markt. Die Begeisterung hält sich in Grenzen - 30 Dollar sind eigentlich zu viel für das Zimmer. Nachdem wir nur eine Nacht überbrücken müssen, sind wir nicht so pingelig und nehmen das Zimmer (und versuchen Spinnen/Netze aus dem Bad zu entfernen). Wir nutzen den Nachmittag noch aus und besuchen die Kyaik Than Lan Pagode, die auf einer Anhöhe steht und eine schöne Aussicht bietet.

Mit der Dämmerung gehen wir zurück ins Zentrum essen. Liebe Kinder begleiten uns und haben Spaß dabei. Wenige Minuten vor dem Ziel erwischt uns noch kurz ein stürmischer Regen der unseren Regenschirm zerstört. Das Restaurant (eine Karaoke Bar am Fluss) hat Draft Beer zu 600K. Wir essen Squid, haben jedoch Bedenken bzgl. Qualität, insbesondere nachdem Katzen neben uns ihren ganzen Magen auskotzen. Danke, wir gehen! ... dem Fluss entlang ins Riverside View wo wir zwei Wodka bestellen und damit hoffen, es nicht den Katzen gleich zu tun. Leider erfahren wir mit Ankunft im Hotel, dass es unsere gewünschte Fähre zu 2$ nach Hpa-an seit 2 Jahren nicht mehr gibt. Wir ordern einen Bus nach Kipun am Morgen.

2013/08/16 Freitag - Kipun / Golden Rock

Packen, Frühstück ca. 6:45 Uhr im OK Restaurant, Pickup mit Mofas um 7 Uhr zum BBHF wo wir eine kurze Wartezeit haben. Der Bus ist im Vergleich zu den letzten mies - alt, keine Klimaanlage, Tür offen und dauernd stiegen Leute ein/aus. Die Fahrt geht bis Kaiyto. Dort werden wir auf einen Pickup Truck verfrachtet. Wir müssen lange warten, da der Fahrer vermutlich seinen Pickup voll besetzt bekommen will. Es regnet sehr, die Plane ist nicht ganz dicht und wir haben unsere Rucksäcke und das Kleingepäck am Schoß - also nicht unbedingt toll. Der Bus wird gut voll mit Einheimischen, der Preis jedoch unschlagbar - 500K für 16 km nach Kipun.

In Kipun entscheiden wir uns für ein Hotel: Sea Sar: Zimmer OK, Bad mittel. Es regnet - was tun? Kurz entschlossen entscheiden wir uns noch für die Tour zum Golden Rock gegen frühem Nachmittag. Der Transport von der Basisstation zum Golden Rock ist fast unmenschlich eng auf einer offenen LKW Ladefläche. Der Preis von 2500K pP und Fahrt erscheint uns frech - gehen (4-5h) wollen wir jedoch im Regen auch nicht. Die Fahrt ist landschaftlich schön und der Regen lässt nach. Oben ist es leider nebelig/wolkig und die Sicht ist schlecht. Nach ca. 30-45 Min Fußmarsch sind wir am ziel - und wie kann es anders sein - wieder mal Schuhe ausziehen. Mit unseren Tickets (6000 pP) gehen wir barfuß weiter zum Rock. Die Fernsicht ist leider schlecht, der goldene Fels trotzdem sehr schön/beeindruckend. Für den Rückweg mussten wir auf den LKW bis 18:00 Uhr (letztes Shuttle) warten. Es wird etwas kühl, wir haben jedoch warme Bekleidung dabei.

Für unsere Strandtage zum Abschluss, sieht es leider in Myanmar gar nicht gut aus. Im Westen (Nagpali) gibt es aktuell Unruhen und der Wetterbericht verspricht auch nichts Gutes.

Wie soll es weiter gehen? Die Optionen sind: Flug nach Hause vorverlegen oder hoffen wo anders Sonne und Strand zu finden. Der Hotelbesitzer (Sea Sar) ist sehr nett und ruft uns am Flughafen Yangon an - leider ohne Erfolg (Samstag und schon etwas spät). Wir schreiben noch selbst ein E-Mail an Thai Air um uns über die Optionen zu informieren.

Um 20 Uhr treffen wir uns zum Abendessen in großer Runde - sehr nett! Ein Pärchen bestätigt uns in der Entscheidung nicht in Myanmar Badeurlaub zu machen. Sie sprachen von apokalyptischen Zuständen, indem der Wind die Palmen bis zum Boden drückte und sie Angst um ihren Bambus-Bungalow hatten. Auf alle Fälle geht es zurück nach Yangon. Das Busticket für morgen 11:00 Uhr bekommen wir im Hotel. Thai Air beantwortet E-Mails sehr flott - leider lässt das Ergebnis zu wünschen: Flug vorverlegen kostet 150 Euro/Person.

2013/08/17 Samstag - Der Rückreisetag

Aufstehen gegen acht Uhr, Frühstück im Sea Sar (inklusive): Kaffee - naja, Omelett mit Zwiebel - gut Wir wollen die 150 Euro/Person nicht ausgeben und entscheiden uns für Thailand. Ziel 1: Bangkok! Wir reservieren online einen Flug mit Air Asia zu 92$ um 17:50 Uhr. Der Bus geht um 11 Uhr weg und benötigt ca. vier Stunden - das sollte sich ausgehen. Um 11 Uhr gehen wir zwar zum Pickup Punkt, der Bus kommt und kommt nicht. Trotz genug Zeitreserve kein gutes Gefühl.

Der Bus kommt schließlich eine Stunde zu spät gegen 12:00 Uhr. Die ersten Kilometer nimmt er immer wieder Einheimische mit und bleibt damit dauernd stehen. Das geht bis Kyaiktiyo so weiter. Dann etwas flotter Richtung Bago, wo einige den Bus verlassen. Bagno in weniger als 2,5h stimmt uns positiv. Wir wechseln noch alle Kyat bis auf Taxigeld mit anderen Touristen. Der Bus benötigt die veranschlagten 4h nach Yangon. Kurz vorher und am BBHF selbst staut es etwas. Aber es ist soweit geschafft. Mit einem Taxi geht es weiter zum Yangon international Airport. Zuerst geforderte 9000K sind lachhaft! Unser Vorschlag: 2000K - Er: 2000K pro Person - Wir: 3000K gesamt - passt - so laufen die Geschäfte hier!

Die Strecke ist doch weiter als gedacht - ca. 30 min - hat aber mental beim Handeln geholfen ;-) Es staut leider wieder etwas - wir kommen ca. 1 h vor Abflug rechtzeitig zum Flughafen. Gepäck aufgeben, Souvenirs schauen, Kaffee (mal ein Guter, dafür 4000 K/Person) trinken. Boarding sollte um 17:10 Uhr sein, jedoch ist noch kein Flugzeug da, das aber kurz darauf anrollt. Abflug laut Plan um 17:50 Uhr. Ankunft BKK Don Muang ca. 20:00 Uhr (Zeitverschiebung 0,5h zu Myanmar). Wir wechseln 200 USD in Baht, müssen lt. Touristinfo zum BBHF Süd für Krabi; Taxi 1h - 400 Baht. Wir kommen um 5 min vor 21 Uhr an, erkundigen uns bzgl. Krabi Night Bus: 1000 Baht pP; Letzte Abfahrt jetzt (21:00 Uhr) - optimal!! Operator: Lignite Tour

2013/08/17 Sonntag - 2013/08/24 Samstag

Die Woche in Thailand soll hier nicht Thema sein - es war für uns jedoch eine sehr gute und richtige Entscheidung. Das Wetter war sehr schön und wir haben die restliche Woche in Koh Lanta, Koh Phi Phi und Krabi verbracht. Wer an mehr Details interessiert ist, kann mir gerne per E-Mail (siehe unten) schreiben.

Von Myanmar nach Thailand - man kann es vielleicht vergleichen mit einer Reise aus dem ehemaligen Ost-Europa in den Westen. Die Standards, insbesondere Infrastruktur und allgemeine Hygiene, sind viel höher und das Leben läuft zivilisierter ab.

Myanmar Pros & Contras

Eigentlich möchte ich gar nicht von Kontras sondern mehr von Herausforderungen schreiben.

Zimmer: Was deutlich auffällt ist, dass die Zimmerpreise viel teurer sind als in den meisten benachbarten Staaten in SO-Asien und zugleich der Standard niedriger ist. Zudem ist die Auswahl in allen anderen Ländern in der Region besser. Der durchschnittliche Zimmerpreis war ca. 25-30 Euro - und das in der Nabensaison! Dafür bekommt man sogar in Zentral-Europa Zimmer mit einem deutlich besseren Standard. In Thailand und Vietnam sind Unterkünfte im Schnitt um ein Drittel günstiger, in Kambodscha kosten Zimmer die Hälfte und teilweise deutlich weniger. Wir vermuten, dass der Staat, der auch die Konzessionen vergibt hier markant die Hand aufhält!

Essen: Wir haben es lange nicht ausgesprochen, aber das Essen finden die meisten Touristen, die sehr wohl asiatische Küche schätzen, nicht besonders gut. Myanmar hat eine wenig eigenständige Küche vor allem mit Einflüssen aus Indien und Thailand. Das Essen ist meist sehr deftig zubereitet und nicht für jeden westlichen Magen geeignet.

Hygiene: Deutlich unter dem Standard in SO-Asien. Ratten auch in Restaurants die gehoben wirken. Wir haben u.a. vier Einheimische gesehen, die ihre Notdurft neben der Straße in der Öffentlichkeit verrichtet haben. Viele Männer rülpsen, kauen Betel-Nuts und spucken den dadurch roten Speichel in der Gegend herum. Fairer Weise muss man hier erwähnen, dass die Bevölkerung trotz allem sehr reinlich ist. Sie waschen sich in braunen Flüssen und Kanälen - so etwas wie Schweißgeruch konnten wir eigentlich nie vernehmen.

Infrastruktur: Wie bereits angesprochen - kein GSM Roaming und kaum Bankomaten können die Reise zu einer Herausforderung machen.

Geschafft! Nun zu den positiven Eindrücken des Landes.

Preise: Zumindest abgesehen von den Zimmerpreisen und teilweise Eintrittsgeldern ist Myanmar sehr preiswert. Eine Hauptmahlzeit bekommt man ab einem Euro, Tee wird häufig gratis dazu serviert. Transporte, insbesondere Bus- und Bootfahrten, sind sehr günstig - auch ganztägige Taxifahrten sind erschwinglich.

Bevölkerung: Es scheint, als ob es in Myanmar nur freundliche lächelnde Menschen gibt. Trotz der Armut der Leute sind diese immer nett, freundlich und hilfsbereit. Es gab während unserem Aufenthalt nicht eine Minute wo wir uns dachten, wir sind hier nicht willkommen.

Kultur: Myanmar hat eine reichliche Kultur die geprägt ist von historischen Pagoden und Tempel und dem buddhistischen Glauben. Es gibt viele Sehenswürdigkeiten zu besichtigen und eine reichhaltige Natur zu genießen.

Reisende: Das Land ist touristisch nicht überlaufen. Dadurch kommt es vor, dass man an manchen Orten kaum andere Touristen sieht. Begegnet man dennoch andere Touristen, haben wir eine angenehme Verbundenheit mit diesen Reisenden empfunden. Man kommt sich schnell nahe, tauscht sich aus oder geht gemeinsam Abendessen.

Ursprünglichkeit: Wer Myanmar bereist, tut dies vermutlich hauptsächlich aus einem Grund - die Ursprünglichkeit des Landes. Es ist tatsächlich so, dass das Land wirkt, als hätte es hundert Jahre verschlafen. Wo Häuser gebaut werden hört man keine Maschinen, wo Felder bearbeitet werden sieht man statt Traktoren Wasserbüffeln. Das wird sich, zumindest in den urbaneren Gegenden, vermutlich schnell ändern - das noch zu sehen, war ein Erlebnis!


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